Tom Liwa

bad poetry

32 Seiten
ISBN 978-3-943270-15-0
Dortmund 2016 
5,00 EUR

TOM LIWA bewegt sich seit nunmehr fast dreißig Jahren im Musikgeschäft ohne sich auch nur das kleinste bisschen zu verbiegen.  Allein schon das verdient Respekt. Die zu Songs geronnenen Ansichten und Einsichten des ehemaligen Duisburgers sind so etwas wie ein guter Freund: Trost und Bestätigung gehen von ihnen aus, ohne die eine oder andere unbequeme Wahrheit auszusparen.

Für seine Hörer ist TOM LIWA der feinsinnige Beobachter, der das Leben mit treffenden freigeistigen Worten abbildet und in zeitlose Lieder formt, die häufig überraschend und immer eigen, nie aber kapriziös oder verkünstelt klingen und damit schon vielen zum Lebens-Soundtrack wurden. Zuletzt erschien das Album ‘UMSONST UND DRAUSSEN’  bei GRAND HOTEL VAN CLEEF.

Die Anthologie BAD POETRY besteht zu ungefähr gleichen Teilen aus Songtexten der letzten Jahre und verwandter Lyrik, die im selben Zeitraum entstand.

SASKIA LIPPOLDS Fotografien machen uns dazu ganz leise die Augen auf für Blicke in eine Welt voller Wunder.

ROKNRUL

Hier kommen die Jungs mit den Egoproblemen
und ihrem Hang zu arroganten Frauen
hier kommt das Leben und was davon übrig blieb
viel mehr als Dir lieb ist
hier kommt, hier kommt Roknrul
hier kommen wir, packen unsere Sachen
verlassen die Städte um Liebe zu machen
hinterlassen kein Zeichen und drehn uns nicht um
hier kommt der Sommer
hier kommt, kommt Roknrul

hier kommt Zeit, hier kommt der Winter
die Berge, das Meer und die Geburten der Kinder
all die Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen
du liest in ihren Wünschen, hier kommt Roknrul
hier kommst Du und hier komm ich
ich sing was ich weiß, sing Du es für mich
mach dich bereit, du Welt voller Wunder
hier kommt dein Liebhaber, hier kommt Roknrul

Günter Rückert

Bunter Hund

92 Seiten
ISBN 978-3-943270-13-6
Dortmund 2015 
15,00 EUR

Günter Rückert, geboren 1952 in Löningen/Oldenburg, Schulzeit in Dortmund, Studium in Bochum, Germanistik, Theaterwissenschaft und Geschichte. Promotion 1985 zum Thema „Untersuchungen zum Sprachverhalten türkischer  Jugendlicher in der BRD“. Seit 1975 künstlerische Tätigkeiten, Veröffentlichung von Zeichnungen in verschiedenen Zeitschriften, Gründung freier Theatergruppen. 1986 hauptberufliche Entscheidung für die Malerei. Seitdem zahlreiche Ausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen und Veröffentlichungen. 1992 Stipendium des Landes NRW für Ausbildung in druck-grafischen Techniken bei Druckgrafik Kätelhöhn, Wamel.

Beruf: Bunter Hund

Wollen Sie einen Beruf, den man eigentlich nicht lernen kann, einen Beruf, der verachtet, ignoriert, im günstigen Fall beneidet wird, einen Beruf, den Eltern ihren Kindern verbieten, in dem Sie auch nach 20 Jahren nicht wissen, ob und wieviel Geld Sie damit verdienen können, einen Beruf, der nicht gebraucht wird, den Sie nur in Einsamkeit, von Selbstzweifeln zerfressen, ausüben können, einen Beruf, der gar keiner ist, weil Sie ihn niemals in den Stellenangeboten der Zeitungen oder des Arbeitsamtes finden werden? Dann werden Sie Künstler.

Sie sind der bunte Hund, die Kuh auf dem Dach, der Frosch im Tannenbaum, der Märchenprinz in Einzelhaft, Attila im Supermarkt, der Magier vom Kathasteramt.

Diesen Beruf sucht man sich nicht freiwillig aus, sondern umgekehrt: Der Beruf sucht sich seine Opfer selber...

Thomas Kade

Fernab
frage

120 Seiten
ISBN 3-980503-6-2
Dortmund 2005 
12,80 EUR

Thomas Kade, geboren 1955 in Halle (DDR), 1961 ins Ruhrgebiet, lebt seit 1980 in Dortmund als Buchhändler, Autor, Sozialpädagoge. Gedichte: „Kein Grund zur Ruhe“ 1980; „Die Seiltänzer sind arbeitslos“ 1983; „Flugasche Edition I“ 1983; „Landschaft mit Stehgeiger“ 1987; „Eine fremde bewegliche Sache“ 1994; „StadtLandFluss“ (mit Eva von der Dunk) 1999; „Zunge auf Zunge. Kettengedichte“ (mit von der Dunk, Thenior, Widmaier, Wiersch) 2001; „Saar Emscher Kanal“ (u. a. mit Brentzel, Thenior, Wiersch) 2002; „Die Augen beim Lieben“ 2002; „Fernabfrage“ 2005; übersetzt in „Young German Poets“ Forest Books 1994; und sonst: „comedy of errors“ Sprechstück für vier Sprecher, 1985; „rauf und runter“ Theaterstück für Paternoster und Personal, 1996 (u. a. mit Beckers, Lampe, Pougin, Wiersch); „Der Emscherbrücher. Heimatkunde“ 2004, 2006, 2008; „Hic, haec, hoc. Der Lehrer hat nen Stock. Schulgeschichten“ 2007 u. a.

Kade spricht, wie er vorträgt: bedächtig, dozierend, kundig, ein Ethno- oder Geograph, ein Weltreisender, der unter den Fremden geweilt, vieler Menschen Städte gesehen und Sitten gelernt hat, ohne je zu vergessen, wie befremdlich sie sind, aus der Ferne oder eigenen Heimat betrachtet, oder viel verwundbarer noch, aus der Nähe eines Betrachters, der keine Heimat hat außer dieser Fremde eben: Nicht ich bin weltfremd. Die Welt ist fremd. (Hartmut Kasper)

Monika Littau

Himmelhunger
Höllenbrot

104 Seiten
ISBN 3-9805503-3-8
Dortmund 2000 
12,80 EUR

Monika Littau, geboren 1955, studierte Germanistik, Geographie und Musikwissenschaft. Sie lebt in Witten. Seit 1977 veröffentlicht sie literarische Texte. 1987 schrieb sie mit Gisela Koch das Theaterstück „Trümmerfrauen“, 1988 das Hörspiel „Immer schön hinten anstell’n, Madame“ zur gleichen Thematik. 1992 erschien im vosatzverlag „Paare pur und Plagiate – Lyrik und Prosa in vier Monden“. Daneben publizierte sie eine Reihe von Texten in Anthologien und Zeitschriften.

Monika Litta erhielt für ihre literarischen Arbeiten mehrere Anerkennungen und Auszeichnungen, u. a. 1988 den Förderpreis für junge Künstler des Landes NRW, 1992 eine Förderung durch den Kunst- und Kulturfonds der Stadt Witten, 1999 ein Arbeitsstipendium des Landes NRW.

Ulla ist Hungerkünstlerin. Sie möchte alles hinter sich lassen: ihren Körper, ihre Familie, ihre Freunde, möchte reiner Geist werden. Himmelhunger. Dann aber sind da Versuchungen und Zwänge, Rückfälle, Verzweiflung und Ekel. Höllenbrot.

„Himmelhunger Höllenbrot“ ist eine Erzählung in vierunddreißig Stationen über den Versuch, leichter zu werden.

Gundula Birenheide

Ganz Dortmund
im Vitrinenschrank

116 Seiten
ISBN 3-9802607-5-5
Dortmund 1994
12,80 EUR

Gundula Birenheide wurde 1944 in Einbeck geboren, weil, wie ihre Großmutter sagte, in Dortmund „alles in die Tiefe gegangen war“. Seit Ende 1945 lebt sie in Dortmund, seit 1966 als Lehrerin. Seit 1990 veröffentlicht sie regelmäßig satirische Kurzgeschichten (im „Freitag“ und in der „Süddeutschen Zeitung“).

I’m feeling so fix and foxy
I’m dreaming so paradoxy
         I never avoid
         that damned Zelluloid
and therefore I love you – old Roxy